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Rainereinheiten nach 1914

Marschbataillone, auch Marschkompanien oder Marschregimenter hießen Truppenteile, welche die Reserveverbände einer Einheit darstellten.

 

Der Personalersatz in den österreichisch - ungarischen Landstreitkräften wurde nahezu ausschließlich über das Ersatzbataillonskader des jeweiligen Stammtruppenteils abgewickelt und als sogenanntes Marschbataillon der kämpfenden Truppe nachgeschickt. Bei Kriegsbeginn 1914 wurden nur einige wenige zusätzliche Infanterieregimenter aufgestellt.

 

Vor Ort wurde es entweder auf das aktive Regiment aufgeteilt oder aber auch im Bataillonverband innerhalb des Regiments eingesetzt. Nicht ungewöhnlich war auch der Einsatz eines Marschbataillons als selbständiger Verband ohne Verbindung zum eigentlichen Stammregiment so zum Beispiel das VIII. und das X. Marschbaon.

Die Auflösung der Marschbataillone und die Zuteilung der Soldaten an die betreffenden Truppenteile erfolgte über das Regiment, wenn nicht anderweitig entschieden wurde. In der Praxis bedeutete dies nichts anderes, als dass der Ersatz abgefangen und woanders hingeschickt werden konnte, bevor er sein eigentliches Ziel – das Stammregiment – erreicht hatte. So kämpfte das X. Baon in Italien, als der Rest des IR 59 noch an der Nordfront stand und wurde auch nicht mehr eingegliedert. Das VIII. Marschbaon wurde dem IR 36 zugeteilt und keiner der Rainer kam jemals zu einer Einheit des urprünglichen IR 59.

 

 

 
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