San Kdt Pillwein Eugen Spitalzug 4

Für den Verwundetentransport ins Hinterland wurden Krankenabschubstationen bei Eisenbahnstationen eingerichtet. Hierher wurden die Verwundeten und Erkrankten von mit Pferden bespannten Krankenwagen (später mit Sanitätsautos) gebracht. Sanitätszüge brachten sie dann ins Landesinnere.
Da die Kapazitäten der eingerichteten Sanitätszüge während des Krieges nicht ausreichten, mussten sich die Verwundeten und Kranken auch mit einfacheren Modellen begnügen: Züge, die eigentlich für 120 bis 130 Personen vorgesehen waren, wurden so auch mit mehreren Hunderten Kranken und Verwundeten belegt. Oft fanden jedoch die Transporte mit Güterwagons statt, in denen zuvor Soldaten und Militärgüter in die Etappenräume der Front transportiert worden waren.
Einen Überblick über die verschiedenen Arten von Sanitätszügen bietet die Aufstellung von Victor Röll in der Enzyklopädie des Eisenbahnwesens (Band 8. Berlin, Wien 1917, S. 304-306).
In Österreich-Ungarn sind nach den Bestimmungen der Vorschrift für Sanitätszüge des k. u. k. Heeres 2 Arten von Zügen in Betracht gezogen und zwar:
A. Spitalszüge für Schwerkranke und Schwerverwundete, die während des Transports eine spitalsmäßige Behandlung erfordern;
B. Krankenzüge für Leichtkranke, die für einen kürzeren Turnusverkehr bestimmt sind.
Die ersteren bestehen aus 26 Wagen, befördern nur Liegende. Die letzteren umfassen 25 2achsige Wagen und sind für 300 Sitzende und 64 Liegende eingerichtet.
Diese Züge werden erst im Kriegsfall aufgestellt. Die für Sanitätszwecke erforderlichen Herstellungen zerfallen in vorbereitende Adaptierungen und in definitive Einrichtungen.

VATER:

Hofrat Eugen Pillwein (* 17. November 1854 in Linz, † 2. November 1920 in Salzburg) war ein österreichischer Verwaltungsbeamter sowie zeitweilig Vorstand der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde.
Eugen Pillwein war ein Enkel Benedikt Pillweins. Er trat in Linz in den Staatsdienst, wurde Statthaltereisekretär. Nach Salzburg brachte ihn seine Ernennung zum Bezirkshauptmann. Er war
1900 – 1916 Inhaber (Leiter?) des Gewerbedepartements bei der Salzburger Landesregierung, zuletzt für das Ernährungsreferat verantwortlich.
1918 ging er in Pension.
1919/1920, bis zu seinem Tod, stand er an der Spitze der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Eugen Pillwein war Träger hoher Auszeichnungen sowie Ehrenbürger der Gemeinden TamswegStraßwalchen-Land, St. GilgenHenndorf und Morzg.
Quelle;Wikepedia; http://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=20162;