Oberst Johann Neuwirth, Edler von Sanbrück

 

Oberst Johann Neuwirth, Edler von Sanbrück war Kommandant des I. Marschbaons und traf, noch als Major, am 28.8.1914 mit rund 1000 Mann in Grodek ein. Er erkrankte aber bald und musste deshalb bereits im Oktober 1914 abgezogen werden. Danach war er zum Truppendienst an der Front nicht mehr geeignet. Er wurde zu Lokaldiensten hinter der Front eingesetzt und im Dezember 1916 pensioniert. Oberst Neuwirth war, unter anderem, Träger des Offizierskreuzes des Franz Josef Ordens.

Interessant ist die Urkunde, ausgestellt im Dezember 1916 wurde sie scheinbar wieder eingezogen um 1918 die Erweiterung zur Pension des Oberst zu bestätigen. Weiters auch der Umstand, dass Oberst Neuwirth, obwohl zum Dienst nur noch beschränkt tauglich, zweimal befördert wurde. Einmal in der Etappe und einmal in der Pension.

Eine weiter Frage stellt sich nach dem "Edlen von Sanbrück" und was, bzw. welcher Ort, hier gemeint ist. Sollte der Leser uns hier helfen können, bitte um Info an uns.

Die Pensionsberechnung des Oberst Johann Neuwirth, Edler von Sanbrück:

Rangklasse VII. Oberstleutnant
1.1.1917
6.681,60 Kronen

Rangklasse VI. Oberst
1.5.1918
7.776,00 Kronen

Unterzeichnet wurde die Urkunde von Feldzeugmeister Alfred Ritter Rohm von Hermannstädten.

Biographie von Feldzeugmeister Alfred Ritter von Rohm ( lt. Unterschrift )

Rohm von Hermannstädten Alfred, Feldzeugmeister, geboren in Hermannstadt (Sibiu, Siebenbürgen) am 26. 3. 1858; gestorben in  Wien am 29. 11. 1925.  Sohn eines Militärarztes, wurde 1878 als Leutnant aus der Technischen Militärakademie in Wien zum Genieregiment 2 ausgemustert. Absolvierte 1882–84 den Höheren Geniekurs und wurde 1884 dem Gen.Stab zugeteilt. 1888 Hptm. im Generalstabskorps, 1894 Generalstabschef der 10. Inf. Truppendivison Josefstadt. Als Mjr. 1897–1905 war er in Wien der Militärkanzlei zugeteilt. 1900 Ernennung zum Obst., danach zum Kmdt. des IR 94 (1906) ernannt wurde er zum GM und Kmdt. der 28. Inf.Brig. Ödenburg. 1910 erfolgte seine Zuteilung beim Reichskriegsministerium mit der Verwendung als Sektionschef (1910 FML), 1914 erhielt er Titel und Charakter eines FZM verliehen, 1915 wurde er definitiv zum Sektionschef und FZM ernannt. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte er mit seiner Ernennung zum Stellvertreter des Kriegsministers am 16. 5. 1917. Am 1. 12. 1917 wurde R. auf eigenes Ansuchen mit Wartegebühr beurlaubt, aber gleichzeitig auf Mobilitätsdauer aktiviert. 1919 in den Ruhestand versetzt.