Panzerung

Die Antwort auf Schrapnelle, Splitter und Scharfschützen

Um der immer stärker werdenden Splitterwirkung, auch durch Gestein, in der Hauptsache aber durch Schrapnelle und Munitionsteilen zu entgehen wurde der Stahlhelm eingeführt. Zusätzlich machte man sich Gedanken über den Stellungskrieg und führte den Grabenpanzer und Schutzschilde ein. Eine Entwicklung, die nicht nur von den in der Ausführung und Material überlegenen deutschen Truppen durchgeführt wurde, sondern auch, intensiv, von den damaligen Feinden. Besonders Italien zeigte sich überaus ideenreich und versuchte auch  für Sturmtruppen taugliche Muster zu entwickeln. Hier empfehlen wir das Buch – LA GUERRA ITALO AUSTRIACA 1915-1918 -, in dem zahlreiche Fotobelege österreichischer und italienischer Panzerungen aller Art zu finden sind.

So wichtig diese Entwicklung auch für den Stahlhelm war, der Grabenpanzer war zu schwer und unhandlich, das Schild setzte sich im Stellungskrieg allerdings durch. Für Angriffshandlungen war letztlich nur der Helm geeignet, nicht einmal das Zusatzschild am Helm konnte sich bei den Sturmtruppen durchsetzen. Heute ist diese Entwicklung wieder in den Schutzwesten und Schutzschildern für die Infanterie zu finden, die auf Grund moderner Materialien zwar noch immer hinderlich, aber truppentauglich verwendbar sind. Weitere geringfügige Schutzpanzerungen waren Schutzbrillen z.B. aus Mensurmasken, allerdings nicht auf Truppenebene sondern nur privat eingeführt, und Beutemasken aus englischen Tanks.