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 INFANTRIST SIMON REISCHL 

 

Die SWGR dankt Herrn Andreas Danner von den Linzer Zweiern für die Überlassung dieser Unterlagen.

 

 

Simon Reischl rückte am 17. September 1916 in Salzburg ein und ging mit dem XXV. Marschbaon ins Feld. Er diente beim Telefonzug und im I. Schwarm / 3. Zug / 1. Kompanie des X. Baons.  Die letzte Verwendung ist bei einer nicht näher bezeichneten Sturmhalbkompanie des X. Baons vermerkt.  Ihm wurde noch am 15.12.1917 eine Spange zur bronzenen Tapferkeitsmedaille, die er am 23.5.1917 bekommen hat, verliehen. Er war außerdem Besitzer der STM II. Klasse. Simon Reischl wird in der Regimentschronik auf Seite 655 erwähnt. Von Civeron marschierte seine Einheit am 31. Oktober 1917 in Richtung 7 Gemeinden und zur Schlacht um Asiago. Danach zog er sich seine Verwundung bei den Kämpfen um das Malettamassiv, von 4.-6. Dezember 1917, zu. Tod und Wiederholungsspange zur BTM hängen also mit dieser Schlacht und Verwundung, die er dann noch ungefähr 18 Tage überlebte, zusammen.

 

Seine Verwundung, der er letztlich erlag, war ein Steckschuß im linken Scheitel. Er wurde einen Tag nach seinem Tod, am 24.12.1917, in Astoria del Termine beerdigt. In diesem Zusammenhang ist die Feldpostkarte des Feldkuraten an seinen Vater von besonderem interresse. Eine knappe Mitteilung ohne jegliche, eigentlich übliche, herzliche Worte des Feldgeistlichen. Auf der Vorderseite schlicht als Dienstsache bezeichnet. Der für das Feldspital unterzeichnende Oberstleutnant vom Feldspital 311 findet ebenfalls kein Wort des Trostes. 

Für Simon Reischl sind zwei Frauenbeziehungen belegt. Frl. Mizzi 1914/15 und 1917 knapp vor seinem Tod, ein Frl. Hedwig. Beides sehr hübsche Mädchen. Während Mizzi scheinbar aus bäuerlichen Verhältnissen stammte und in der Bürgerlichen - Bräuerei in Hallein arbeitete, war Hedwig eine Bürgerliche deren Foto aus Innsbruck stammt. Simon Reischl pflegte ein sehr inniges Verhältnis zu seinem Vater, der den gleichen Namen trug. So fand sich eine Locke - hellblond, stark und Schneckerln - von ihm in dem Brief an seinen Vater aus der Militärpflege Pisek in Böhmen, in die er 1915 eingeliefert war. Ein Brief seines Freundes, Zgf Franz Maurer, an seine Schwester Anna Reischl hat sich ebenfalls erhalten. Zgf Maurer von der 1./X und Besitzer der kl. silbernen Tapferkeitsmedaille, wird in Hoen (S.584) allerdings nur einmal kurz aufgelistet. Er ist am Foto hinter den Gewehren sitzend zu sehen.

 
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