PDF Drucken E-Mail

1. AGSHP Simulatortraining

AGSHP = Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen / Panzerabwehrhandwaffen

Das AGSHP dient der vorbereitenden Schießausbildung, der Basis- und aufbauenden Schießausbildung sowie dem Verbessern der Schießfertigkeit des Einzelschützen im Rahmen der kleinen Kampfgemeinschaft. Bis zum heutigen Tag muss die Bundeswehr für die Ausbildung der Soldaten an den verschiedenen Handfeuerwaffen Schießplätze unterhalten, auf denen mit scharfer Munition geschossen werden kann. Diese Art der Schießausbildung ist auch weiterhin notwendig. An die Sicherheit und Umweltverträglichkeit solcher Schießplätze werden jedoch  immer höhere Anforderungen gestellt. Durch die steigenden Kosten für die Durchführung der Schießausbildung bzw. der Unterhaltung der Anlagen und den verschärften Sicherheitsbestimmungen, war man gezwungen, neue Wege zu suchen.
Hierbei sollten die Ziele eine möglichst realitätsnahen Ausbildung und das damit verbundene Treffsicherheitstraining in einem kompakten Ausbildungsblock sinnvoll miteinander verbinden.

 

Die Anlage besteht aus einem Server und vier Bahnrechner, an den vier Projektoren angeschlossen sind. Diese werfen ihr Bild auf einen gekrümmten Schirm, den die Schützen über einen Kollimatorspiegel sehen. Dadurch wird ein realistisches Entfernungsgefühl erzeugt. Darstellbar sind einzelne Schießbahnen mit den verschieden Bundeswehr - Zielscheiben oder ganze Landschaften ebenso wie Anlagen und Einrichtungen der Bundeswehr. Es können neben feindlichen Soldaten oder Klappfallscheiben ebenso alle möglichen Fahrzeuge dargestellt werden. Das Szenario wird im Prinzip wie ein Computerspiellevel geladen und kann an verschiedene Umwelt- und Lichtbedingungen angepasst werden. Anhand eines in jeder Waffe eingebauten IR-Kollimator kann der Computer ermitteln, wohin der Schütze die Waffe ausrichtet. Bei Schussabgabe wird der simulierte Schuss berechnet und die Trefferwirkung ggf. im Bild angezeigt. Zur Erhöhung der Realität sind die Waffen mit einem Druckluftsystem ausgerüstet, das an einen Kompressor angeschlossen ist und bei Schussabgabe den Rückstoß relativ gut simuliert. Außerdem ermöglicht die Druckluft das halb- und vollautomatische Schießen. Ebenso wird der Geschossknall sowie weiterer Gefechtslärm über Lautsprecher wiedergegeben. Der Bediener hat jederzeit die Möglichkeit, sich Daten über alle Waffen anzeigen zu lassen und ins Geschehen einzugreifen.

 

Die Möglichkeiten des AGSHP

 

*Individuelles Schieß-Training des Einzelschützen auf unterschiedliche Entfernungen und Ziele

*Gefechtsschießen der kleinen Kampfgemeinschaft

*Unterschiedliche Geländeformen und Bedrohungssituationen.

*Gleichzeitige Verwendung verschiedener Handfeuerwaffen

*Gefahrlose Ausbildung ohne Sicherheitsrisiken

 

Die verwendeten Waffen ähneln ihren Vorbildern im Hinblick auf Aussehen, Gewicht und Handhabung. Sie besitzen alle einen Anschluss für das Druckluftsystem und ein Datenkabel für Laser und Sensoren. Folgende Waffen können simuliert geschossen werden:

 

*Pistole P1

*Pistole P8

*Gewehr G3

*Gewehr G36

*Anbaugerät 40 mm

*Granatpistole 40 mm

*Maschinenpistole

*Maschinengewehr MG3

*Panzerfaust

 

Aufgrund der Vielzahl an Sensoren, die in den Waffen untergebracht sind, können folgende Werte ermittelt und graphisch dargestellt werden:

 

*Haltepunkt (Einpendeln auf das Ziel)

*Anpressdruck der Schulterstütze

*Verkantung der Waffe nach links oder rechts

*Abzugsposition

*Magazin vorhanden

*Magazinwechsel durchgeführt

*Rohrwechsel für das MG3

*Simulation von Ladehemmungen

*verkeilte Patronen

 

 

2. AGSHP Simulatortraining am 22.-24. 1. 2010

 

 

 

Ablauf:

Einweisung in den Simulator

G 36: Scheibe und Häuserkampf Industriegebiet / Kabul / Gruppenkampf Bauernhof

P 8: Scheibe

Uzi: Scheibe

MG 3: Fliegerabwehr Helikopter

 

G 36 1. Platz Ofw d.R Schömer  
  2. Platz   Hr. Einhauser  
  3. Platz Brigadier Dr. Trauner ÖBH
         
P 8 1. Platz   Hr. Einhauser  
  2. Platz Hptm dMilSpGr KR Dr.hc. Lang IR 59
  3. Platz Präsident Nawrozky  
         
Uzi 1. Platz Ofw d.R Schömer  
  2. Platz Feldwebel dMilSpGr R IR 59
  3. Platz Zugsführer Prof. Birnbauer ÖBH
         
Szenario Industriegelände        
Aufgabe:   42 Gegner greifen auf einem Industriegelände an.    
Ziel:   Der Soldat muss so lange wie möglich bestehen.    
Waffe:   G 36    
         
         
         
         
Szenario Hubschrauberangriff:        
Aufgabe:   3 Hubschrauber greifen an.    
Ziel:   Die Hubschrauber müssen bekämpft werden.    
Waffe:   MG 3 auf Fliegerabwehrdreibein    
         
         
         

 

 

Die Milsportgruppe Land - Wasser - Luft des IR 59 bedankt sich beim Kommandant und bei Hauptfeldwebel Sam der 1. LfbTAbt 262 (BW) in der Kaserne Roth für die Gastfreundschaft die kompetente Einweisung und Leitung der Veranstaltung.

 

 

 

 
home search